Hast du Angst nicht gut genug zu sein?

Hast du Angst nicht gut genug zu sein?

Ich kann das eigentlich gar nicht…

Und weiß auch nicht wie ich immer 120% abliefere. Neigst du dazu die anderen immer für besser zu halten? Spielst du deine Leistungen herunter und machst dich bei jeder Gelegenheit kleiner als du eigentlich bist? Kannst du dich über deine Erfolge nicht wirklich freuen? Glaubst du, tief in dir, dass du das was du im Leben erreichst hast irgendwie zufällig, aber auf keinen Fall durch deine eigene Leistung erreicht hast? Dann leidest du am Imposter Phänomen.

Tiefstapeln führt zu Dauerstress…

Eigentlich kommt das Wort Imposter aus dem englischen Sprachraum und bedeutet Hochstapler. Es beschreibt ein Phänomen unter dem, viele Menschen leiden. Du bist von deiner eigenen Leistung nicht überzeugt. Du hast das Gefühl du kannst nichts und gibst dich für einen kompetenten Menschen aus. Das gibt dir das Gefühl ein Hochstapler zu sein. Bei dem einen führt dies dazu, dass er sich extrem anstrengt und immer mehr als 100% gibt. Bei manch anderem führt es dazu, dass er sich gar nicht erst an die Arbeit macht. Beides führt auf Dauer zu Stress und in eine emotionale Sackgasse.

Mission Impossible…

Tiefstapler haben eines gemeinsam, sie sind extrem fixiert darauf Höchstleistungen zu bringen und verlangen sich extrem viel ab oder sie halten sich zurück damit ihre vermeidliche Inkompetenz erst gar nicht auffällt. Sie sind Perfektionisten und suchen ständig nach Möglichkeiten ihre Leistung noch zu verbessern. Beides führt dauerhaft zu Depression und ich vermute hier einen starken Zusammenhang zum Burn-Out-Syndrom. Kein Mensch kann auf Dauer 120% abliefern, endlose Überstunden machen, die Arbeit der Kollegen noch mitmachen oder sich ständig noch weiterbilden bevor es dann irgendwann, in der Zukunft, endlich losgehen kann.

Also raus aus der Imposter Falle…

Mache dir als erstes folgendes klar: Ich bin Perfektionist. Ich will mehr als 100% Leistung erbringen. Was für andere gut genug zu scheint ist für mich gerade mal unterer Durchschnitt. Und mir fällt es extrem leicht Lösungen zu finden, zu lernen, Zusammenhänge zu verstehen. Dann setzte dich hin und schreibe dir auf warum du dich so siehst? Zu wem gehört dein innerer Antreiber, der dir ständig einredet, dass du deine Leistung erschlichen hast, dass du noch nicht soweit bist oder noch eine Fortbildung brauchst um endlich loslegen zu können. Ist es ein oder beide Elternteile? Sind es die Mitschüler? Ist es ein Lehrer? Was braucht der Zweifler in dir um zu erkennen, dass die Leistung zu dir gehört? Und was braucht es um anzuerkennen, dass dir vieles, was Anderen schwerfällt, sehr leicht fällt?

Und dann atme einmal tief durch und…

Fange an darauf zu achten wann du tiefstapelst. Wer steht vor dir? Wer in dir übernimmt das Zepter in dem Gespräch? Mache dir bewusst was du tust. Übe nein zu den Kollegen zu sagen, wenn sie dich bitten ihre Arbeit mit zu machen. Setzte dich einmal hin und schreibe dir auf was du in den letzten 10 Jahren geleistet hast. Widerstehe der Versuchung die nächste Ausbildung zu machen. Mache dir bewusst was du alles schon gemacht hast. Was sind deine Meilensteine gewesen. Welche Hürden hast du genommen?

Und mache dir jeden Tag bewusst. Du bist Einzigartig! Du bist ein Geschenk für diese Welt! Und egal wie viel oder wie wenig du kannst. Deine Talente machen dich zu dem was du bist, so wie du bist.

Buchtipp: Sabine Magnet: Und was wenn alle merken, dass ich gar nichts kann? Über die Angst nicht gut genug zu sein. mvg Verlag.

Nächster HITOS Workshop: 26/27 Oktober: Anmeldung unter: https://hitos-faber.de/hitos-meilensteine-der-seele/



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